Warum Strom aus Windenergie wichtig ist


Nicht nur die Welt befindet sich stetig im Wandel, sondern auch das Klima. Zwar kann Wandel an sich eine positive Bedeutung in Form von Weiterentwicklung und Fortschritt haben, doch vor allem in Bezug auf das Klima ist der Wandel negativ konnotiert. Damit in einem engen Zusammenhang steht der Treibhauseffekt, der durch die Menschen hervorgerufen und verstärkt wird. Die Hauptursache für den Treibhauseffekt sind die vom Menschen in Industrieanlagen, beispielsweise durch Industrie-Abgase, hervorgerufenen Emissionen. Der Treibhauseffekt erscheint Wissenschaftlern als der entscheidende Faktor bei der Veränderung des Klimas. Seit Beginn der Industrialisierung hat sich beispielsweise die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid um mehr als ein Viertel erhöht.

Die Konzentration liegt derzeit bei über 380 parts per milion und hat damit den höchsten Wert seit mehr als 800.000 Jahres erreicht. Innerhalb des gleichen Zeitraums stieg die globale Durchschnittstemperatur um 0,8 Grad Celsius an. Die Folgen des weltweiten Temperaturanstieges sind gravierend. Allerdings ist dies lediglich die Spitze des Eisberges.

Denn ausgehend von Prognosen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) könnte sich die globale Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 erneut um bis zu 5 Grad Celsius erwärmen. Die Menschheit kann dieser Entwicklung nur durch gezielte Gegenmaßnahmen entgegen wirken. Am wichtigsten ist in diese Zusammenhang die Reduktion der klimarelevanten Emissionen. Erfolgen keine geeigneten Klimamaßnahmen, wären vor allem die Kosten enorm. Der ehemalige Chefökonom der Weltbank, Sir Nicolas Stern, ging in seinen Annahmen davon aus, dass die Welt zwischen fünf und zwanzig Prozent des gesamten weltweiten Bruttoinlandproduktes dafür aufwenden müsste, mit den jeweiligen Klimaschäden umzugehen, sollte die Jahresdurchschnittstemperatur weiter ansteigen.
Im Vergleich zu diesen Szenarien stellen die Kosten, welche für die weltweite Reduktion der Treibhausgasemissionen aufgewendet werden müssten, einen kleinen Posten des weltweiten Bruttoinlandproduktes dar. Die Kosten würden sich auf weniger als ein Prozent des weltweiten Bruttoinlandproduktes pro Jahr einnehmen.

Diese Zahlen stützt ebenfalls ein aktueller McKinsey-Report. Im Zusammenhang mit der Reduktion der Treibhausgasemissionen spielen die erneuerbaren Energien eine besonders wichtige Rolle. Der Ausbau der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 könnte eine jährliche Einsparung von 14 Milliarden Tonnen Kohlendioxid bringen. Entscheidender Impuls dafür war das 1997 beschlossene Kyoto-Protokoll, in welchem sich die Industrieländer dazu verpflichteten, den Treibhausgasausstoß bis spätestens 2012 um 5,2 Prozent zu senken. Als Vergleichswert dient den Industrienationen der jeweilige Treibhausgasausstoß des Jahres 1990. Allerdings reicht es nicht, sich ausschließlich auf die internationalen Klimaschutzvorgaben zu beziehen. Von der gescheiterten Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen ging der Aufruf aus, auch auf nationaler Ebene Richtlinien für den Klimaschutz festzulegen. Innerhalb Deutschlands kommt der verstärkten Nutzung der erneuerbaren Energien, zu welchen unter anderem der Wind gehört, eine wachsende Bedeutung zu.

2007, im Frühjahr, einigten sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union darauf, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 20 Prozent zu senken. Zudem wurde für die Nutzung erneuerbarer Energien festgelegt, dass bis 2020 zwanzig Prozent des Energiebedarfs durch den Einsatz erneuerbarer Energieträger gedeckt werden soll. Wird dieses Ziel erreicht, dann könnten jährlich zwischen 600 und 900 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Mit diesem Schritt versucht die Europäische Union, den weltweiten Temperaturanstieg auf höchsten zwei Grad Celsius zu begrenzen.