Strom aus Offshore-Windparks


In ihrem Energiekonzept setzt die Bundesregierung nicht nur allgemein auf den Ausbau der regenerativen Energien, sondern in besonderem Maße auf Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee. Man will 75 Milliarden Euro investieren um bis 2030 eine Offshore-Windleistung von 25 Gigawatt zu erreichen. So sind in den nächsten Jahren 40 Offshore-Windparks geplant, 30 in der Nord- und 10 in der Ostsee.

Bedeutung der Offshore-Windparks für die Bundesrepublik


Bisher wurden 27 Offshore-Windparks vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie genehmigt. Nach Fertigstellung der Anlagen ergibt sich eine potenzielle Energieleistung von 7.500 Megawatt. Insgesamt laufen aber 82 Planungen, davon allein 69 in der Nordsee.

Das ehrgeizige Ziel der EU bis zum Jahr 2020 einen Ökostromanteil von 20 Prozent zu realisieren, ist 2009 fast erreicht. Der Anteil an Naturstrom liegt 2009 bei 19,9% in der ganzen EU. Deutschland bringt es ebenfalls auf gut 17 Prozent. Bis 2050 sollen Anteile von 50 Prozent umgesetzt werden.

Die Entwicklung der Offshore-Windparks in den Küstengebieten der Nord- und Ostsee verspricht neben der Wettbewerbsfähigkeit auch Exportchancen im benachbarten Ausland und bietet Entwicklungspotentiale für Häfen. Auch für die Küstenländer ergeben sich Vorteile, so können Arbeitsplätze geschaffen werden und auch der Tourismus kann davon profitieren.

Funktionsprinzip und besondere Anforderungen an die Offshore-Windparks


Die Windräder der Offshore-Windparks funktionieren genau wie ein normales Windkraftwerk. Der Wind setzt die Rotorblätter in Bewegung und ein Generator wandelt diese kinetische Energie in Strom um. Allerdings ergeben sich durch die Lage im Meer veränderte Anforderungen. So müssen alle Materialien nicht nur dem Salzwasser standhalten können, sondern auch in besonderem Maße korrosionsbeständig sein. Auf Grund der enormen Windgeschwindigkeiten müssen die Windräder der offshore-Windparks auch größeren Kräften trotzen können.

Zum einen betrifft das die Rotoren und zum anderen die Pfähle. Diese müssen neben dem kräftigen Meereswind, auch die Wellen- und Gezeitenkräfte aushalten die sich unter Umständen durch ihren zyklischen Rhythmus auch addieren können. Daher muss immer ein sicherer Stand gewährleistet werden, je nach Wassertiefe und Bodenbeschaffung wird das durch Ein-, Zwei-, Drei- oder Vier-Pfahl-Fundamente realisiert. Der erzeugte Strom gelangt dann über Seekabel an Land und kann dann in die Netze eingespeist werden.