Solarstrom: Akzeptanz in Bevölkerung steigend

Nachricht vom 22.2.2012
Solarstrom: Akzeptanz in Bevölkerung steigend

Solarstrom: Akzeptanz in Bevölkerung steigend

Wie der Bundesverband für Solarwirtschaft BWS am 22. Februar bekannt gab, steigt die Akzeptanz von Solarstrom in der Bevölkerung weiter an. Eine klare Mehrheit wünscht sich ein stärkeres Engagement der Politik für den weiteren Ausbau der Solarenergie. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid hervor. Rund 91 Prozent der Bundesbürger sind der Ansicht, dass Solarstrom wichtig sei. Infolge der Katastrophe von Fukushima hat Solarenergie für gut 40 Prozent an Bedeutung gewonnen.


Engagement der Politik gefordert


Aus der Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut TMS Emnid, die durch den BWS in Auftrag gegeben wurde, geht hervor, dass die Bevölkerung ein verstärktes Engagement der Politik für den Ausbau der Solarenergie fordert. Rund 69 Prozent der Befragten sind nicht der Ansicht, dass die Politik den Ausbau zu schnell vorantreibe. Ungefähr 60 Prozent vertreten sogar den Standpunkt, dass die Politik zu wenig für den Ausbau unternehme.

Der BWS sieht in dieser Annahme einen direkten Zusammenhang zu der von Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler geforderten Kürzung der Solarstromförderung. Der Verband geht davon aus, dass sich die Befragten auch indirekt gegen die Pläne aussprechen, da die Förderungskürze die Anreize weiter verringern würde.


Verband gegen Durchsetzung der Förderkürzung


Der Bundesverband für Solarwirtschaft spricht sich entschieden gegen die geplante Kürzung der Solarförderung aus. Infolge einer Umsetzung seien bis zu 100.000 Arbeitsplätze in der Solarbranche in Gefahr. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, sieht in den Ergebnissen der Umfrage eine klare Tendenz dahin, dass sich die Mehrheit der Verbraucher einen schnellen Ausbau der Solarenergie wünscht. Diese könne entscheidend zum Gelingen der Energiewende beitragen.

Zudem sei die Akzeptanz sehr stark ausgeprägt, die Energieform erfordere eine geringe Netzinfrastruktur und könne inzwischen günstig und schnell ausgebaut werden. Dr. Philipp Rösler fordert hingegen, die Solarförderung deutlich zu verringern und diese auf ein Gigawatt im Jahr zu beschränken. Dies würde im Vergleich zu den Vorjahren 2010 und 2011 eine Förderungskürzung um gut 90 Prozent bedeuten.











Redaktion Ökostrom.info: Johann Berger

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