Ökoenergie spart milliardenschwere Importe

Nachricht vom 6.2.2012
Ökoenergie spart milliardenschwere Importe

Ökoenergie spart milliardenschwere Importe

Der Ausbau erneuerbarer Energien führte im vergangenen Jahr bereits für die Vermeidung von 127 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Die Energie aus Sonne, Wind und Biomasse konnte zudem Brennstoffimporte in Höhe von 11 Milliarden Euro ersetzen – 3,6 Milliarden Euro mehr als 2010. Dies sind die Ergebnisse von Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), welche der Deutschen-Presse-Agentur vorliegen.


Problemfall Wärmeversorgung und Kraftstoffe


Nach wie vor stellt der Ausbau der Ökoenergien im Wärmebereich ein Problem dar. Während der Anteil erneuerbarer Energie am Endenergieverbrauch in Deutschland im vergangenen Jahr laut BEE 11,9 Prozent betrug, stieg der Ökostromanteil in diesem Jahr um rund 4 Prozent. Im Wärmesektor ist der Anteil grüner Energie allerdings von 9,6 auf 9,4 Prozent gefallen.

„Diese schwachen Zahlen belegen erneut die Dringlichkeit für ein verlässliches haushaltsunabhängiges Förderinstrument für den Ausbau regenerativer Energien im Wärmesektor“, betnt BEE-Präsident Dietmar Schütze. Die Zahl der Wärmepumpen, Pelletheizungen und Solarthermieanlagen wächst nur sehr langsam. Und auch der Ökoanteil im Bereich der Kraftstoffe ist durch einen Absatzeinbruch bei reinem Biodiesel in 2011 auf 5,53 Prozent gesunken – von 5,8 Prozent in 2010.

Führende Stromerzeuger


In Sachen Stromproduktion hat 2011 die Windenergie mit 48,1 Terrawattstunden (TWh) die Nase vorn, die Wasserkraft folgt mit 19,0 TWh, die Photovoltaik findet sich mit 18,5 TWh auf dem dritten Platz, Biogasanlagen mit 17,5 TWh auf Platz vier. Im Jahr 2011 lag erzeugten die erneuerbaren Energien insgesamt 122,3 TWh – nach 104,4 TWh in 2010.



Pressemitteilung der dpa vom 06.02.2012












Redaktion Ökostrom.info: Henry Trobisch

copyrighthinweis



Diese Ökostromnachrichten könnten Sie auch interessieren: