Greenpeace fordert Ökostrom für Brandenburg
Nachricht vom 24.1.2012
Greenpeace fordert Ökostrom für Brandenburg
Einer im Auftrag von Greenpeace vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) durchgeführten Studie zufolge kann Brandenburg enorm profitieren, wenn das Land aus der klimaschädlichen Braunkohlebranche aussteigt und gleichzeitig verstärkt auf den Ausbau Erneuerbarer Energien setzt. Einer heutigen Pressemitteilung vom IÖW ist zu entnehmen, dass das brandenburgische Potenzial bei 270 Prozent des Eigenbedarfs liegt.
Öko-Wertschöpfung bis 2030 verdoppeln
Die Studie „Wertschöpfung und Beschäftigung durch Erneuerbare Energien in Brandenburg“ verspricht Brandenburg das Potential, die Wertschöpfung aus Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 auf 1,25 Milliarden Euro verdoppeln zu können. Die Stilllegung der Braunkohlekraftwerke könne gleichzeitig rund 60 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid einsparen, so das Ergebnis der Studie weiter.
„Ministerpräsident Platzeck verhindert Wirtschaft wirtschaftlichen Aufschwung und Klimaschutz in Brandenburg, wenn er am Klimakiller Braunkohle festhält“, erklärt Greenpeace-Energieexpertin Anike Peters. „Nur mit einem Ausstieg aus der Braunkohle können sich die Erneuerbaren Energien voll entfalten. Dies brächte neue Arbeitsplätze und höhere Einnahmen nach Brandenburg.“
Doch der aktuelle Entwurf der Energiestrategie, der von der Landesregierung unter Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) stammt, setzt bis 2030 weiter auf die Braunkohle, wodurch die Klimaziele von 2008 von der damaligen Regierung verfehlt werden. Greenpeace lässt nun die Forderung an Platzeck lautwerden, die Chancen der Energiewende ohne Braunkohle zu nutzen und in der Energiestrategie für Brandenburg umzusetzen und den geplanten Kraftwerksneubau am Standort Jänschwalde zu verhindern.
Profit für Land und Kommunen
Der IWÖ-Studie zufolge könnte der Bereich Erneuerbare Energien statt heute 11.500 Arbeitsplätzen, bis 2030 ganze 19.200 Stellen bieten. Brandenburgs Strombedarf könnte somit zu 270 Prozent gedeckt werden. Selbst wenn das Land sich vollständig selbst mit Strom versorgen würde, könnte also noch erhebliche Strommengen exportiert werden.
„Unsere Berechnung zeigen, dass es für Brandenburg sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll ist, den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit voller Kraft zu forcieren“, so Dr. Julika Weiß vom IÖW.
Pressemitteilung des IÖW vom 24.01.2012

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