Überraschendes Ergebnis zum Kraftwerkbau bis 2022

Nachricht vom 8.12.2011
Überraschendes Ergebnis zum Kraftwerkbau bis 2022

Überraschendes Ergebnis zum Kraftwerkbau bis 2022

Die Bundesnetzagentur traf eine erste wichtige Entscheidung zum Thea Netzausbau in Deutschland als „Szenariorahmen Netzausbau“. Dass Netze gebaut werden müssen steht außerfrage, denn der Strom muss von den Produktionspunkten zu den Verbrauchszentren zu transportieren, wie die „taz“ berichtet. Doch wie viele Stromtrassen braucht es? Das Ergebnis sorgte für erstaunte Mienen.


Energieziele überschritten


Dem Bericht der Bundesnetzagentur zufolge wird der Anteil der erneuerbaren Energien künftig höher liegen als geplant: „Nach einer ersten Abschätzung wird der Anteil der erneuerbaren Energien am Nettostromverbrauch bis 2022 bei etwa 50 Prozent liegen“, wie eine Sprecherin der taz bestätigte.
 

Laut Plan der Bundesregierung sollen die erneuerbaren Energien im Jahr 2020 mindestens 35 Prozent des Deutschen Strommixes ausmachen. Ein Anteil von 50 Prozent wurde erst für 2030 prognostiziert.
 

Zu diesem Ergebnis kam die Netzagentur nach dem Durchgehen dreier Szenarien. Bei niedrigem Zubau erneuerbarer Energien läge der Anteil 2022 bei 44 Prozent, bei starkem Zubau bei 58 Prozent. Entsprechen höher oder geringer wird sich der Ausbau fossiler Kraftwerke entwickeln. Am wahrscheinlichsten ist das mittlere Szenario, die installierte Erzeugungsleistung aller erneuerbarer Energien läge dann bei 129,8 Gigawatt.

 

Erkenntnisse der Szenarien


Zum einen hält die Bundesnetzagentur den Bau neuer Steinkohlekraftwerke für „wenig attraktiv“, da kaum zusätzliche Stromproduktion notwenig ist. Selbst bereits geplante Kraftwerke lohnen sich angeblich nicht mehr.
 

Außerdem wird Deutschland augenscheinlich ein Problem beim Stromverbrauch bekommen. Denn währen die Bundesregierung einen um 10 Prozent gesunkenen Stromverbrauch vorsieht, heizen immer mehr Bürger mit Wärmepumpen und sollen auf Elektroautos umsteigen.
 

Jedenfalls ist nach vie vor unklar, wie viele Stromtrassen benötigt werden. Der Bundestag hat nun die Aufgabe, in zwei Jahren einen Bedarfsplan zu  verabschieden – mit Trassen für alle drei Szenarien.












Redaktion Ökostrom.info: Henry Trobisch

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