Bundesnetzagentur gibt Netzüberlastung bekannt

Nachricht vom 25.11.2011
Bundesnetzagentur gibt Netzüberlastung bekannt

Bundesnetzagentur gibt Netzüberlastung bekannt

Immer mehr Ökostrom fließt in die deutschen Stromnetze, die allerdings teilweise vier Jahre im Ausbau hinterher hängen. Einem Bericht der „FAZ“ zufolge bietet die Bundesnetzagentur nun noch mehr Gesprächsstoff für solche, die ohnehin vor Stromausfällen warnen. Wegen den massiven Verzögerungen beim Ausbau der Stromtrassen werden diese bereits als Achillesferse der Energiewende bezeichnet.


Blackout-Gefahren steigen


Der Monotoringbericht 2011 der Bundesnetzagentur gibt Anlass zur Sorge. Die gegenwärtige Situation sei zwar noch stabil und beherrschbar, doch die Netzbetreiber müssen immer öfter in den Systembetrieb eingreifen. 12 von 24 eilbedürftigen Ausbauprojekten verzögern sich. Von den 1807 Streckenkilometern, die dringend ausgebaut werden müssen, sind gerade einmal 214 Kilometer fertig. Seit Monaten warnen Vertreter der Energiebranche nun schon vor erhöhten Blackout-Gefahren. Und der Bericht der Bundesnetzagentur betont: „Das weiterhin bestehende, hohe Niveau der Versorgungssicherheit mit Elektrizität kann zukünftig nur durch massive Investitionen auf allen Netzebenen gewährleistet werden.“

 

Fehlende Strecken zwischen Süd und Nord


Der Neubau der Leitungen ist der Ansicht der Bundesnetzagentur zufolge dringend nötig, denn die bestehenden Netze seien „durch die Vielzahl der Erzeugungsstruktur am Rand der Belastbarkeit angekommen.“ Das deutsche Stromnetz ist noch auf Atomkraft aus Großkraftwerken ausgelegt, die jedoch besonders in der Nähe von Ballungszentren liegen. Heute kommt der Strom jedoch von der Küste im Norden und muss bis in den Süden Deutschlands geleitet werden. Besonders im Süden sind große Atomstromkapazitäten ausgefallen und besonders dahin muss der Strom künftig geliefert werden. Doch es fehlt an Stromautobahnen.












Redaktion Ökostrom.info: Henry Trobisch

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