Mitteldruckkraftwerke


Wie die Niederdruckkraftwerke sind auch die Mitteldruckkraftwerke auf eine bestimmte Fallhöhe des Wassers angewiesen. Die Mindestfallhöhe liegt bei 15 Metern. Bis zu einer Fallhöhe von 50 Metern ist von Mitteldruckkraftwerken die Rede. Diese Wasserkraftwerke können entweder als Speicher- oder Laufwasserkraftwerke konzipiert werden. Als Speicherkraftwerke werden sie mit einer zusätzlichen Talsperre versehen. Entsteht ein Mitteldruckkraftwerk an einem höheren Wehr, erzeugt es als ein Laufwasserkraftwerk die elektrische Energie. Nicht selten werden die Kraftwerke als Mehrzweckanlagen genutzt. Das heißt, in einem Mitteldruckkraftwerk wird nicht ausschließlich elektrischer Strom erzeugt. Die Anlagen können auch der Trinkwasserversorgung, der Niedrigwasseraufhöhung oder dem Hochwasserschutz dienen.

Funktionsweise eine Mitteldruckkraftwerkes


Trotz der Verwendung von Mitteldruckkraftwerken als Mehrzweckanlagen ähneln sie sich doch in der Regel in ihrem Aufbau. Charakteristisch ist die Einteilung in drei verschiedene Komplexe. Den ersten Komplex bilden die Rechen zusammen mit dem Turbinenschutz. Mit dem Rechen werden grobe Wasserverunreinigungen aus dem Wasser gefiltert. Der Rechen besteht aus parallel angeordneten Stäben, die als Bogen oder Stäbe angeordnet sind. Aus diesem Grund kann zwischen Stab- und Bogenrechen unterschieden werden. An die Rechen und den Turbinenschutz schließen sich die verlängerten Einlaufschläuche bzw. die Triebwasserleitungen an. Diese führen dann zu dem eigentlichen Kraftwerk. In den Mitteldruckkraftwerken können drei verschiedene Turbinenarten verwendet werden. Dazu gehören die Kaplan-Turbine, die Francis-Turbine sowie die Durchströmturbine.
Mitteldruckkraftwerke werden sowohl zur Deckung der Grund- als auch der Mittellast im Stromnetz verwendet.
Unterscheidung nach Bauarten
  1. Laufwasserkraftwerke
  2. Speicherkraftwerke