Das nutzbare Windpotenzial


Die Sonneneinstrahlung hat einen großen Einfluss auf die Entstehung von Winden auf der Erde. Allerdings werden lediglich rund zwei Prozent der gesamten Sonneneinstrahlung in Luftströmungen umgesetzt. Diese weisen insgesamt ein Windpotenzial von jährlich rund 300 Millionen Terrawattstunden auf, mit welchem der weltweite Energiebedarf eines Jahres 300fach gedeckt werden könnte. Für die Deckung des Energiebedarfs ist hingegen nur ein kleiner Teil wirklich nutzbar. Allerdings gehen diesbezüglich die Meinungen der Experten auseinander. Bislang herrscht kein Konsens darüber, wie viel Potenzial realistisch in der Windenergie steckt. Denn eine vollständige Ausschöpfung des technischen Potenzials ist in der Praxis aus wirtschaftlichen, netztechnischen und ökologischen Gründen nicht möglich.



Die ergiebigsten Winde herrschen auf offener See oder in Küstenregionen vor. Mitteleuropa steht unter dem Einfluss der Winde, die der Atlantik hervorruft. Die Windgeschwindigkeit nimmt ab, je weiter der Wind ins Landesinnere vordringt. Das bedeutet, Windkraftanlagen in Küstennähe oder auf der offenen See lassen sich wirtschaftlicher betreiben als Windkraftanlagen, die im Landesinneren errichtet werden.

Auswirkungen der Winde auf die Umwelt


Winde sind nicht immer positiv zu beurteilen, da sie über das Stromerzeugungspotenzial auch ein gewisses Zerstörungspotenzial mit sich bringen. In besonderen Fällen entwickeln sich die Winde zu Stürmen. Stürme sind Starkwindereignisse, bei denen die Mindestwindgeschwindigkeit einen Wert von 20,8 Meter je Sekunde erreicht. Treten hoher Druckunterschiede auf einer relativ kurzen Distanz auf, kann es zu Stürmen kommen. In der Regel sind diese als ein Sturmtief in dem Einflussgebiet eines Tiefdruckgebietes vorhanden. Stürme können aber auch entstehen, wenn die Winde eine topografisch bedingte Kanalisierung durchlaufen. Über dem Meer ist aufgrund der fehlenden Rauigkeiten die Bodenreibung des Windes geringer. Aus diesem Grund erreichen die Winde über dem Meer oftmals höhere Geschwindigkeiten als die Winde über dem Festland und können sich häufiger zu einem Sturm ausbilden. Trifft der Wind dann jedoch auf das Festland, nehmen die Windgeschwindigkeit schnell deutlich ab.

Stürme können sowohl der Natur als auch dem Menschen schaden. Treten sie in ihren Extremformen, beispielsweise als Orkane auf, kommt es zu Zerstörungen der Natur durch umgeknickte Bäume und andere Erscheinungen sowie zu einer Schädigung der durch den Menschen erschaffenen Bauwerke. Das bedeutet, dass die Menschen sowohl direkt als auch indirekt durch die starken Winde betroffen sein können. Stürme können in der Regel auch von Windkraftanlagen nicht genutzt werden, da die Kraft des Windes zu stark für die Anlagen sein kann. Um Schäden vorzubeugen, werden diese bei auftretenden Stürmen oftmals angeschaltet.